Verfasserin: Mirjam Aragón von essencial.ch

23.03.2024

Ostern - Eine Reise zu den Ursprüngen

Eine Reise zu den Ursprüngen des Frühlingsfestes

Das Osterfest scheint in unserer modernen Gesellschaft untrennbar mit dem Verzehr von Eiern verbunden zu sein. 

Doch bei genauerer Betrachtung stellt sich die Frage:

War das schon immer so?

In der Tat war Ostern ursprünglich ein Fest des inneren Wachstums und der Fruchtbarkeit, das weit vor der christlichen Zeit gefeiert wurde.

Heute teile ich mit Dir ein verkürzter Ausschnitt der Geschichte von „Inannas (Ištars) Gang in die Unterwelt“* und weshalb Eier mit Tierleid verbunden sind.
*Es gibt zahlreiche Textvertreter aus unterschiedlichen Epochen, wie auch der Titel “Höllenfahrt”.

Ostern_2
Osterfest ohne Tierleid

Inannas Gang in die Unterwelt

Die Göttin des Himmels und der Erde (auch Göttin der Fruchtbarkeit), Inanna begibt sich auf eine Reise in die Unterwelt, um auch diese zu erobern. Auf dem Weg muss sie 7 Mauern (oder 7 Tore) überwinden und so Schritt für Schritt beim Abstieg siebenmal etwas ablegen, was ihr lieb ist: ihre Kleider, ihren Schmuck, ihre Haare, ihren Stolz, ihre Wünsche, ihre Krone und ihre Macht. Bis sie nackt und ohne Macht am Thron der Unterwelt vor ihrer Zwillingsschwester Ereschkidal steht. Inanna kannte jedoch keine Demut und versuchte Ereschkidal vom Thron zu stossen. Sie scheiterte und wurde zur Strafe an einen Pfahl gebunden. Erst als sie vom Wasser des Lebens wiederbelebt und gerettet wird, kann sie aufsteigen in die Oberwelt. Inanna ist auch die Göttin der Fruchtbarkeit, weshalb Ostern auch das Fest der Fruchtbarkeit mit der Symbolik des Eis gefeiert wird.

Symbolik und Reflexion

Inanna
Inannas Gang in die Unterwelt

Diese Geschichte ist eine Parabel dafür, dass wir uns nicht vollständig fühlen können, solange wir nicht auf den Grund unserer Seele geschaut und unsere Schatten integriert haben!
Die Unterwelt symbolisiert die Schattenwelt.
Inannas Schwester Ereshkigal symbolisiert unsere tiefsten Schatten: all unsere Ängste, unseren Schmerz, unsere Trauer. Diese Schatten lassen sich nicht einfach wegstossen.
Wir müssen unsere Wünsche, unser Wollen und unser Ego loslassen und ‚nackt‚, also ohne Masken und in Demut vor unsere Schatten treten.

Dort, wo Inanna stirbt, stirbt nur unser altes, unechtes Ich. 

Die Tränen, also das „Wasser des Lebens“ symbolisiert die Kapitulation und dadurch die Heilung.
Inanna kommt so wieder ins Leben und in die Oberwelt und wird quasi wiedergeboren.

Ostern war früher ein Fest der weiblichkeit

Viele tausend Jahre später wurde die christliche Geschichte von Jesus verbreitet. So kann die Geschichte von Inanna mit derjenigen von Jesus und dem Kreuzgang, der Kreuzigung und dem Aufstieg verglichen werden. Von der Weiblichkeit ist in diesem teil der Bibel nicht viel übrig geblieben…

Doch nun wollen wir uns auf das Essen und die Tiere fokussieren. Denn wo gefeiert wird, wird auch gegessen!

Familien und Freunde kommen zusammen zum Osterbrunch, während das traditionelle Osterei nicht nur Fruchtbarkeit symbolisiert, sondern auch den Kreislauf des Lebens und die Wiedergeburt.

Eier essen fördert Tierleid

Leider ist das moderne Ei jedoch oft mit Tierleid verbunden. Legehennen wurden so gezüchtet, dass sie bis zu 300 Eier pro Jahr legen, anstatt der natürlichen 12-30 Eier. Unter Bedingungen, die weit von ihrer natürlichen Lebensweise entfernt sind, leiden sie unter Knochenbrüchen, Federverlust und enormem Stress. In Käfig-, Boden- und Freilandhaltung leben 9-18 Hühner pro Quadratmeter zusammengepfercht. In der Biohaltung sind es 6 Hühner pro Quadratmeter, im Auslauf 4m². Hühner baden gerne, was ihnen in der Eierindustrie verwehrt bleibt. Ein freies Huhn könnte bis zu 8 Jahre alt werden, während die meisten Legehennen bereits nach 18 Monaten geschlachtet werden.

Bei den Küken werden alle männlichen Küken aussortiert und lebendig geschreddert oder vergast. Dies ist einfach nur schrecklich. Hühner sind intelligente, sensible und emotionale Wesen, genau wie Hunde und Katzen. Sie lieben es, gestreichelt zu werden, erkennen ihre Menschenfamilie und wissen sogar, wie sie heissen, wenn sie einen Namen bekommen haben.

Veganer Eiersalat
Veganer Eiersalat

Vegane Ei-Alternativen schmecken lecker und sind gesund

Ei-Ersatz

Glücklicherweise gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Ostern ohne Eier zu feiern, ohne dabei auf Genuss zu verzichten. Eier können problemlos mit verschiedenen Alternativen ersetzt werden.

Für Bindung und Feuchtigkeit im Gebäck:

    • 20g geschrotete Leinsamen oder Chiasamen in 50 ml Wasser einweichen.
    • 60g Apfelmus verwenden.
    • 1-2 EL Kichererbsen- oder Sojamehl mit 2 EL Wasser verrühren.
    • 1 reife Banane zerdrücken.
    • Seidentofu oder Cashewmus verwenden.
    • Soja- oder Kokosjoghurt hinzufügen.
    • Speisestärke als Alternative nutzen.
    • Natron für die Luftigkeit in Pfannkuchen, Muffins, Kuchen, usw.

Es gibt mittlerweile auch fertige Ei-Ersatzmischungen im Handel. Oft kann das Ei im Rezept einfach weggelassen werden.
Ein weiterer Tipp: Um den Eigeschmack nachzuahmen, kann man salzige Speisen mit Schwarzsalz, auch bekannt als Kala Namak, würzen.

Weiter unten teile ich leckere Rezepte mit dir!
So kann ein köstlicher veganer Osterbrunch gefeiert werden ohne Verzicht.

Indem wir uns auf die ursprüngliche Symbolik des Osterfestes besinnen und bewusste Entscheidungen treffen, können wir nicht nur das Tierleid reduzieren, sondern auch den eigentlichen Sinn des Festes neu entdecken: das Streben nach persönlichem Wachstum, innerer Erneuerung und Wiedergeburt.

Danke, dass ich Dich inspirieren darf!
Ich freue mich, wenn wir gemeinsam die Welt zu einem friedvolleren Ort machen können. 🙏🏽

Frohe Ostern!

Liebe Ostergrüsse 🌞
Mirjam von Essencial.ch 🪷

Ps.: Lass mich wissen, ob du meine Rezepte (siehe unten ⬇️ ) ausprobiert hast und wie sie bei deiner Familie und Freunde angekommen sind 🤗 Kontaktiere mich via E-Mail.

Ein Paar einfache Rezept-Ideen für den Osterbrunch

Chia Pudding
Haferbrot
Veganer Eiersalat

Chia-Pudding

Bananen zerdrücken und mit Hafermilch und Chiasamen vermischen. für 20 Minuten stehen lassen und dazwischen immer mal wieder rühren, bis es eine Pudding-Creme- Konsistenz ereicht.
In Schälchen füllen und nach belieben mit Früchten, Nüssen, Samen, Kakaonibs, Kokosraspeln etc. toppen/dekorieren.
Damit der Chia-Pudding eine schöne Farbe erhält, habe ich Heidelbeerpulver darunter gemischt. 

Hafer-Brot

Hafermehl 250g, Reisvollkornmehl 150g, Buchweizenmehl 100g, Hefe (trocken oder frisch), 1-2TL Meersalz, 2 TL Guarkernmehl. Alles mit 500ml Wasser vermengen und in eine gefettetet Backform (zB. 25x10cm) 20 Minuten gehen lassen. MIt Wasser  und dann mit etwas Öl glattstreichen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 60 Minuten bei 200°C backen. Aus der Form stürzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Veganer Eiersalat

3 EL Mandelmus, Saft von 1/2 Zitrone, Essig, Senf, Salz, Prise Kurkumapulver, wenig Hafermilch, Knoblauchpulver und Kala Namak für den Eigeschmack. Alles gut verrühren. Nicht zu sehr salzen, da die Kapern salzig sind. Saure Gurken in kleine Würfel und Kapern dazugeben. Zwiebelsprossen oder Schnittlauch untermengen. 300g Tofu gut abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden. Den Tofu zum Dressing geben, dabei einige Tofustückchen mit den Fingern zerreiben. Am Besten ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank zugedeckt ziehen lassen.

Wenn Du mich mit meiner Arbeit
unterstützen möchtest,
freue ich mich, wenn Du mir
eine virtuelle Frucht spendest!

Der Beitrag hat Dir gefallen? Teile ihn mit Deinen Freunden!

Du möchtest weitere Blogs & Updates erhalten?

Dann melde Dich für den Newsletter an !

Geburtsdatum


« By Pausing, Expansion Occurs »

« Drop the mask and get raw & real, then change can happen »

Kontakt