Verfasserin: Mirjam Aragón von essencial.ch

01.04.2024 – 05.05.2024

Identifizieren, Fluch oder Segen?

Identifizieren mit...

Kürzlich während einer Behandlung bei meiner Osteopathin begann es in meinem Ohr zu piepsen. 

Ich fragte sie, ob sie das auch manchmal erlebt. Sie fragte: „Tinnitus?“ Ich verneinte und erklärte, es sei nur für ein paar Sekunden. „Das ist Tinnitus“, sagte sie. Nun hatte sie dem Geräusch einen Namen gegeben.

Heute piepste es wieder in einem Ohr, ein heller, langer, leiser Ton. Nicht unangenehm, aber unerklärlich. Aus dem Nichts. In diesem Moment fragte ich mich: Sollte ich es jetzt Tinnitus nennen? Nein! Beinahe hätte ich mich und diese sporadischen Töne mit dem Tinnitus identifiziert und es zu „meinem“ erklärt – ein Fluch also!

Einige Wochen später war ich bei einer Masseurin und erzählte ihr von einem pulsierenden Rauschen, das ich manchmal höre, bevor ich einschlafe. 

Ich brachte es in Verbindung mit der Aktivität einer 5G-Antenne in meiner Nähe, da ich dies zuvor noch nie erlebt hatte und erst seit Kurzem in der Nähe einer solchen Antenne lebe. Dennoch liess ich mich davon nicht verrückt machen. Sie meinte, es sei mein Blut, das ich rauschen höre, und es komme vom Stress. Nein, auch damit werde ich mich nicht identifizieren, denn wenn ich einen Shungit-Stein auf meine Stirn oder meinen Brustkorb lege, verschwindet das Rauschen sofort. Also doch 5G?

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Identifizieren mit einer Krankheit

Identifizieren schafft Klarheit aber auch Stagnation

Sobald wir etwas benennen, identifizieren wir uns intensiver damit und machen es zu unserem eigenen.

Ein Beispiel dafür ist die Zuordnung von Symptomen eines bestimmten Krankheitsbilds. Durch die Identifikation mit einem Namen erhalten viele Patienten Klarheit, Erleichterung, Hoffnung oder auch Hoffnungslosigkeit. Vielleicht aber sogar eine Möglichkeit, die anerkannte Krankheit als „Ausrede“ zu nutzen, um nicht richtig funktionieren zu können/müssen. Das blockiert jedoch die Heilung, da man sich automatisch mit dem Identifizierten verbunden fühlt und so weniger bereit ist, es loszulassen. Sei es bewusst oder unbewusst. Denn Erkrankungen oder besser gesagt Symptome haben für viele auch einen sogenannten sekundären Krankheitsgewinn, auch wenn wir dies gerne abstreiten.

„Ich habe, also bin ich“.

Dabei wird stark der Ego-Körper genährt. Es gibt Menschen, die sich damit nicht zufrieden geben, den Ursprung ergründen und Heilung auf allen Ebenen anstreben. Das braucht Mut und Kraft!

Es gibt auch viele, die sich mit ihrem Leiden, das nun einen Namen hat, identifizieren und dabei im Heilungsprozess stagnieren. Denn obwohl das Leiden gross ist und den Alltag einschränkt, kann keine Heilung geschehen. Weshalb? Weil die Wurzel des persönlichen individuellen Krankheitsbildes noch nicht auf allen Ebenen betrachtet wurde. Und auch das ist eine Entscheidung die ohne Bewertung einfach so stehen gelassen werden darf.

Erst wenn wir den Mut haben, hinzuschauen und uns zu de-identifizieren – also auch eine gewisse bewusste Distanz zum Krankheitsbild oder Symptom und damit auch zu unserem Ego gewährleisten – sind wir bereit loszulassen und in die Energie der Heilung zu gehen. Ein Prozess!

Überlege, ob du dich mit etwas identifizieren möchtest, oder nicht. 
Es ist deine Entscheidung!

Identifikation mit dem Namen

Krankheit_Gesundheit
Wer bin ich wirklich?

Danke, dass ich die Chance habe, zu entscheiden,  dieses Muster, Krankheit etc. zu meinem zu machen oder nicht.

Auch mit dem eigenen Namen identifizieren wir uns häufig unbewusst stark. 

Er trägt unsere Erfahrungen, unser Aussehen, unser Alter, unsere Kindheitserlebnisse und unsere Erfolge. z.B. kann ich bewusst wählen: Bin ich Mirjam, oder trage ich den Namen Mirjam? Also identifiziere ich mich mit diesem Namen, der ich bin oder der mich seit über 45 Jahren begleitet? Gehört mein Aussehen, mein Alter, meine Kindheit, die Hänseleien dazu, die Erfolge, die Misserfolge dazu?
Kennst du das: Du lernst jemand kennen, der den gleichen Namen trägt wie du. Sofort hast du ein Gefühl der Gemeinsamkeit, oder?

Der Nachname trägt meistens Altlasten auf sich.

Wenn wir uns unbewusst mit diesem zu sehr identifizieren, spielt ein unbewusstes Programm, eine Repetition ab: „Ich bin/heisse «XY» also  bin/habe ich «arm, reich, genetisch bedingte Erkrankungen etc.»

Ich denke es gibt einen grossen Unterschied zwischen identifizieren und bewusst Erkennen. So habe ich die Möglichkeit, ein Muster, eine „genetisch bedingte Krankheit“ etc. anzuschauen, zu verstehen und loszulassen.      Bewusst und in Dankbarkeit loslassen!

Der Nachname trägt oft Altlasten mit sich

Wenn wir uns unbewusst mit dem uns gegebenen Namen identifizieren, läuft auch ein unbewusstes Programm ab:
„Ich bin / ich heisse «XY», also bin ich / habe ich «arm, reich, (genetisch bedingt) krank» etc.

Ich denke, es gibt einen grossen Unterschied zwischen Identifizieren und bewusstem Erkennen. Bewusstes Erkennen ermöglicht ein Muster, eine „genetisch bedingte Krankheit“ etc. anzuschauen, zu verarbeiten und loszulassen. Bewusst loslassen! Sagen: Danke, dass ich die Chance habe, zu entscheiden, ob ich dieses Muster, diese Krankheit etc. zu meinem mache oder nicht. Das nennt man Selbstermächtigung! Ich bezweifle sowieso stark daran, dass es überhaupt genetisch bedingte Erkrankungen gibt. Aber es ist leichter, dies zu glauben, denn dieser Glauben lässt uns entschuldigen und wir müssen nichts dagegen tun, da es ja genetisch ist. Das ist Entmächtigung, macht uns schwach, das liefert uns aus, wir brauchen nichts an uns zu verändern und es kommt der Schulmedizin zugute! Sorry, wenn ich Dich jetzt damit vielleicht triggere…

Interessanterweise gibt es auf Bali offiziell keine individuellen Namen. Stattdessen erhält der Erstgeborene einen Namen «Wayan», der Zweitgeborene einen anderen «Made» und der Drittgeborene einen weiteren «Ketut». Der Viertgeborene erhält wieder den Namen des Erstgeborenen «Wayan»… Es scheint sich lange bewährt zu haben. Bis Australien und vermutlich auch die Europäer Bali beeinflusst haben. Seitdem geben sich vor allem die jungen Menschen auf Bali kommerzielle Vornamen.

Ein Denkanstoss

Womit oder mit wem identifiziere ich mich? Macht es mich frei oder hindert es mich in meinem Leben?

Identifikation erleichtert das Erklären, kann aber auch das persönliche Wachstum behindern, besonders wenn es um Krankheiten oder Symptome geht, die einem den Alltag blockieren.
Identifizierung bedeutet, etwas als Teil von sich anzuerkennen und damit haftet es an uns.

Ich lade dich heute ein, darüber nachzudenken und dich bewusst auch von Dingen zu de-identifizieren: 

von Krankheitsnamen, Titel, Lebensstandard, vom Geld auf deinem Konto, von deiner Religion oder Glauben, von deinem Geburtsort etc.
Ich lade dich ein, dich von all dem zu distanzieren und dich emotional davon zu befreien, um deinem Kern oder höheren Selbst wieder näher zu kommen und dir, deinem rohen Selbst zu begegnen. 

Ohne Be-Wertung, ohne Ent-Schuldigung, ohne Maske!

Einfach mal wirken lassen 🙏🏽

Ich bin...Ich heisse
Schwarm-Energie

«IDENTIFIZIEREN»

Lateinisch: identitas «Wesenheit» und facere «machen»

Etwas oder jemanden eindeutig erkennen, wieder erkennen. Etwas oder jemanden mit etwas oder jemand anderem gleichsetzen, in Übereinstimmung bringen. Gleichsetzen, ein Gefühl der Zugehörigkeit erzeugend, Eigentümlichkeit.

Danke Dir selbst

Danke, dass du den Mut hattest, diese Zeilen zu lesen! 

Auch wenn gewisse Aussagen in diesem Beitrag vielleicht dein Ego getriggert haben und Widerstand in dir ausgelöst haben, ist das vollkommen in Ordnung. Denn du bist genauso Mensch wie ich und wir müssen nicht immer sofort zu allem «Ja» sagen, wenn die Zeit noch nicht gekommen ist.

Es geht vielmehr darum bestimmte Teile in dir anzusprechen und dadurch etwas in Bewegung zu bringen. Was auch immer daraus entstehen mag. 

Und wenn du das Bedürfnis verspürst, in deine Themen tiefer zu tauchen und begleitet Blockaden und Identifizierungen zu lösen, um in die Heilung zu kommen, dann bin ich sehr gerne deine Begleiterin, um dich dabei zu unterstützen. Schreib mir gerne eine Nachricht für einen Termin.

Lass mich auch gerne teilhaben, was dieser Text in dir ausgelöst hat oder vielleicht sind auch Fragen aufgetaucht, die dich oder liebe Menschen um dich herum betreffen könnten. Ich freue mich immer auf eine Nachricht.

Lass uns gemeinsam wachsen und in die Heilung kommen. 💫

Alles Liebe
Deine Mirjam 🪷

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